A  k  t  u  e  l  l  e  s

Historischer Erfolg für Klima-Verfassungsbeschwerde

München, 29.4.2021- Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem heutigen Beschluss die Verfassungsbeschwerde von neun Jugendlichen für eine menschenwürdige Zukunft in weiten Teilen akzeptiert: Die Freiheits- und Grundrechte werden bereits heute durch unzureichenden Klimaschutz verletzt. Der Gesetzgeber muss das Klimaschutzgesetz bis Ende nächsten Jahres nachbessern.

BVerfG-Klimaklage-Pressemitteilung-2021-
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„Lassen Sie uns alles daransetzen, daß wir der nächsten Generation, den Kindern von heute, eine Welt hinterlassen, die ihnen nicht nur den nötigen Lebensraum bietet, sondern auch die Umwelt, die das Leben erlaubt undlebenswert macht.“


Richard von Weizsäcker, Bundespräsident von 1984-94

Tschernobyl und Fukushima mahnen: Energiewende zügig voranbringen!

Initiativkreis erinnert mit einer Mahnwache an die Atomkatastrophe in Tschernobyl

Am 26.4.1986 ereignete sich in Tschernobyl  eine Reaktorkatastrophe mit Auswirkungen auf weite Teile Europas. 

Der Initiativkreis Energie Kraichgau e.V. erinnerte daran mit einer Mahnwache in am Samstag, den 24. April der Brettener Fußgängerzone (‚Weltkugelbrunnen‘) 

 

Mahnwache in Bretten
BNN / Brettener Rundschau 2021-04-26
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2021-04-25 IEK_Pressebericht.docx
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 Mahnwache des IEK zum 35. Jahrestag der Explosion des Atomreaktors Tschernobyl

Am Samstag, den 24. April führte der Initiativkreis Energie Kraichgau e.V. (IEK) eine Mahnwache durch - der Anlass war der Beginn der Atomkatastrophe in Tschernobyl vor 35 Jahren.

Die wegen der Corona-Pandemie auf 6 TeilnehmerInnen begrenzte Mahnwache in der Brettener Fußgängerzone machte hierbei deutlich, dass die Atomenergie nach wie vor mit unabsehbaren Risiken verbunden ist.

 

Denn genau so wie im japanischen Fukushima ist in Tschernobyl auch nach den inzwischen vergangenen 35 Jahren die Situation des explodierten Atomreaktors keineswegs gelöst. Die Bergung und Endlagerung der Trümmer des Reaktorkerns ist auch nach 35 Jahren noch gar nicht angegangen worden – die Planungen gehen von weiteren 100 Jahren für die Bergungsarbeiten aus. Und anschließend sind die hochradioaktiven Trümmer für über 100.000 Jahre sicher zu lagern. Um diese im täglichen Leben eigentlich unvorstellbaren Zeiträume anschaulich zu machen, wurde bei der Mahnwache als Zeitstrahl die Strecke eines 100-Meter-Laufs auf dem Pflaster der Fußgängerzone markiert. Und am Startpunkt der Strecke war die Zeitstrecke kenntlich gemacht, die bis jetzt ‚geschafft‘ wurde: ganze 3,5 cm von 100 Metern !

 

 

Die andere Forderung des Initiativkreises wird bei der Mahnwache ebenfalls thematisiert: der zügige Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Energiespeicherung und das Beenden von Energieverschwendung. Denn der Umbau unseres Energiesystems auf Erneuerbare Energien ist nicht nur erforderlich, um aus der Atomenergie und ihren Risiken auszusteigen. 

 

Es sind gleichzeitig die Mittel, um eine andere und vermutlich noch größere Gefahr abzuwenden: das Kippen des begonnenen Klimawandels zu einer globalen Heißzeit durch die weitere Nutzung fossiler Energieträger.

Die Technik für den umfassenden Ausbau der Erneuerbaren Energien ist vorhanden: die Nutzung von Sonnenenergie, Windkraft, Wasserkraft und Biomasse sind ausgereifte Technologien – was fehlt ist der politische Wille, die Erneuerbaren Energien so schnell wie nötig auszubauen. 

 

Dabei ist das zu erreichende Ziel durch die Staatengemeinschaft bereits vor fünf Jahren vereinbart worden: mit dem Pariser Klimaschutzabkommen wurde die Übereinkunft erzielt, die Erderwärmung auf maximal 2°, möglichst auf nur 1,5° zu begrenzen. Deshalb engagiert sich der Initiativkreis in unserer Region für konsequentes Umsteuern.

 

 

Deutlich gemacht wurde von den TeilnehmerInnen der Mahnwache aber auch, dass die Gefahren durch die Atomenergie nicht nur in der heutigen Ukraine oder in Japan weit weg von uns sind, sondern dass auch bei uns in Deutschland trotz Atomausstiegsbeschluss immer noch sechs Reaktoren laufen. Und das Bretten und dem Kraichgau nächstgelegene AKW Neckarwestheim gibt Anlass zu besonderer Sorge: die durch Spannungsrisskorrosion geschädigten Rohre in den Wärmetauschern könnten, wie neue Fachgutachten gezeigt haben, zu einem nicht mehr beherrschbaren Unfall führen. Entsprechend wurde gefordert, den Atomreaktor in Neckarwestheim umgehend abzuschalten.

 

Denn selbst von der Versorgung mit elektrischer Energie sind in Deutschland Atomkraftwerke schon lange nicht mehr nötig: im Jahr 2020 wurde etwa die Hälfte des Strombedarfs bereits aus Erneuerbaren Energien mit Windkraftanlagen, Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft gewonnen. Und diese Nutzung der erneuerbaren Energien zusammen mit der Verminderung von Energieverschwendung und der Installation von Stromspeichern ist zügig auszubauen – nicht nur wegen der Risiken der Atomenergie.

 

Denn besonders bei der Bekämpfung des begonnenen Klimawandels und der Gefahr des Kippens des Klimas zu einer Heißzeit ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien dringend notwendig. Mit ihnen ist der Ausstieg aus der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas umzusetzen.

 

 

Hierfür, für die konsequente Gestaltung der Energiewende zu 100% Erneuerbaren Energien – so schnell wie möglich, setzt sich der gemeinnützige Initiativkreis Energie Kraichgau e.V. seit fast 20 Jahren ein.

Initiativkreis erstellt Wahlprüfsteine zur Bürgermeisterwahl in Kraichtal

In einer Online Befragung nehmen die Kandidierenden Stellung zu zentralen Zukunftsfragen Kraichtals

Alle 7 Kandidierende wurden von uns eingeladen, in einer Online-Befragung 8 „Wahlprüfsteine” zu beantworten, damit alle Wahlberechtigten auch in Coronazeiten noch mehr über deren Ziele undVisionen für Kraichtal erfahren. Thema der Wahlprüfsteine ist die regionale EnergieWende, hin zu einer Versorgung mit 100% unendlich verfügbaren Energien. 

 

Details zu unserer Befragung und die Antworten der Kandidatin und der Kandidaten finden Sie >>> HIER

Initiativkreis Energie beteiligte sich an Demonstration zum Fukushima-Jahrestag

Kundgebung mit über 500 BürgerInnen am Atomkraftwerk Neckarwestheim

Bei sonnigem Wetter und unter strenger Beachtung der Corona-Auflagen beteiligten sich über 500 Bürgerinnen und Bürger am 7. März an der Demonstration am Atomkraftwerk Neckarwestheim. Mit dabei: der Initiativkreis Energie Kraichgau. Nach der Auftaktkundgebung in Kirchheim zogen die TeilnehmerInnen über den Neckar zum Atomkraftwerk. Dort schilderte die Japanerin Nagomi Norimatsu die aktuelle Situation in Fukushima, wo vor 10 Jahren nach Seebeben und Tsunami drei Atomreaktoren durchgeschmolzen sind. Die Sicherungs- und Abrissarbeiten der hochradioaktiven Ruinen sind auch heute noch längst nicht abgeschlossen – die Arbeiten werden mindestens weitere 30 Jahre in Anspruch nehmen. Die Redebeiträge der Abschlusskundgebung nahmen aber auch die Situation bei uns in Deutschland in den Blick. Insbesondere die Situation des Reaktors Neckarwestheim II stand im Mittelpunkt. Denn hier sind seit Jahren Risse in den dünnwandigen Rohren des Wärmetauschers nachgewiesen, die zum Abriss von Rohren führen könnten – in dessen Folge ein katastrophaler Verlauf nicht auszuschließen ist. Die Forderung auf der Kundgebung: das AKW Neckarwestheim muss abgeschaltet werden – mit dem defekten Wärmetauscher ist ein Weiter-laufen-lassen nicht zu verantworten. Gestützt wird diese Forderung durch ein neues Gutachten des Atomexperten Ministerialrat a.D. Dipl.Ing. Dieter Majer aus Wiesbaden, das u.a. die Grundlage für eine vor wenigen Tagen eingereichte Klage gegen den Weiterbetrieb des AKW bildet.

 

Ein weiterer Schwerpunkt der Abschlusskundgebung beschäftigte sich mit der zu langsam vorangehenden Energiewende in Deutschland. Der Zubau von Erneuerbaren Energien und die Fortschritte bei der Energieeinsparung, z.B. durch Wärmedämmung von Gebäuden müssen erheblich schneller vorwärts gehen, um die Erwärmung der Erde auf deutlich unter 2° C zu begrenzen und so das Kippen des Klimas in eine Heißzeit zu verhindern.

Gutachten von Dipl.Ing. Dieter Majer zu der Rissproblematik in Neckarwestheim
2021-02-19 Dieter Majer_Gutachterliche S
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Die neue Homepage zur Windkraft in Kraichtal ist online.

... und der Zukunft Flügel verleihen

mit Windstrom aus eigener Produktion

ONLINE PETITION - Windstrom von hier

von Jonathan Mader

Auszug aus dem Petitionstext: 

 

In Kraichtal können die vier geplanten Windkraftanlagen (WKA) bis zu 50% des aktuellen Kraichtaler Strombedarfs decken. Das hört sich doch prima an! Selbstverständlich ist auch eine Beteiligung möglich, so können Sie selber von der Energiewende profitieren.

 

Mit Ihrer Unterschrift sprechen Sie sich für eine Projektierung der WKA in Kraichtal aus. Gerne auch mit einer Begründung: „Ich unterzeichne, weil...“  

 

Sie sind damit Vorbild für andere Kommunen und Sie tun aktiv etwas für die Energiewende und Klimaschutz insbesondere hier in Kraichtal.

 

HIER GEHT'S ZUR PETITION:

... mit Aufwind im Flügel zum Sieger der Hügel ...

Solarthermie - und sie lohnt sich doch

Der schnelle Umstieg Europas auf 100 % Erneuerbare Energie vor 2050 ist möglich

Die Energy Watch Group (EWG) hat zusammen mit der finnischen LUT University erst letzte Woche in einem Seminar in der EU Kommission in Brüssel wissenschaftlich aufgezeigt, wie sich ganz Europa vollständig mit 100% Erneuerbare Energien versorgen kann, ohne höchst gefährliche Atomkraft und ohne klimaschädliche, fossile Energien. Daher sollte die EU endlich einen Beschluss fassen, um die gesamte Energieversorgung auf 100% Erneuerbare Energien umzustellen.