A  k  t  u  e  l  l  e  s

 

 "Viel vor im September"
Mit einem Rückblick auf die Demonstrationen der Bruchsaler Fridays for Future-Aktiven begann das Treffen des Initiativkreis Energie Kraichgau e. V. (IEK) in der vergangenen Woche. Die Forderungen der jungen Leute gewinnen angesichts der neuen Hitzerekorde immer stärker an Bedeutung. Nicht ohne Grund setzt sich der IEK seit über 15 Jahren für die Energiegewinnung aus 100% sauberen Quellen ein. Deshalb ging es beim Treffen auch um die Rahmenbedingungen und Potenziale der Nutzung von Wind- und Sonnenenergie und um die Planung einiger Termine im September.

 

Bericht

Riesige Demo – Mickrige Ergebnisse

Zusammen mit über 10.000 weiteren Demonstranten waren auch viele Mitglieder und Freunde des Initiativkreises Energie Kraichgau e.V. am vergangenen Freitag zum Klima-Streik nach Karlsruhe gefahren. Bereits in den Stadtbahnen auf dem Weg dorthin trafen viele mit gleichem Interesse zusammen und es ergaben sich schon dabei inspirierende Gespräche.

 

Die Organisation vor Ort war perfekt und die Sonne schien den ganzen Tag. Ungewöhnlich war, dass die Kirchturmuhren in der Karlsruher City alle um 5 vor 12 stehenblieben und auch bis zum Ende der Veranstaltung gegen 15 Uhr immer noch keine andere Zeit anzeigten. Auch die Kirchenglocken läuteten nicht in dieser Zeit. Ein starkes Zeichen, das die Kirchen als Unterstützung und zum Darstellen der Dringlichkeit gewählt hatten.

 

Initiativkreis Mitglieder mit ihren selbst gestalteten Plakaten und die 5 vor 12 stehengebliebene Kirchturmuhr.

 

Alle Redner der Kundgebung waren sich einig, dass endlich Schluss mit leeren Phrasen sein muss und nun die Zeit zum entschlossenen und schnellen Handeln zum Schutz des Weltklimas gekommen ist. Die Hoffnungen auf die bevorstehenden Beschlüsse des zeitgleich in Berlin tagenden Klima-Kabinetts waren bei den Teilnehmern unterschiedlich groß. Als dann jedoch die ersten Ergebnisse gemeldet wurden, war die Enttäuschung bei allen Teilnehmern der deutschlandweit größten Demonstrationen für mehr Klimaschutz riesig groß.

 

Das Klima-Kabinett hat keine grundlegende Kehrtwende ihrer bisherigen Blockadepolitik beschlossen, sondern nur einen Flickenteppich von Einzelmaßnahmen der nicht mehr als Augenwischerei darstellt.

Die verkündeten Maßnahmen werden wenig bis nichts, zum Teil sogar noch kontraproduktives für den Klimaschutz bewirken, wie zum Beispiel die noch stärkere Behinderung beim Ausbau der Windkraft oder der Überkompensation der nur sehr moderat steigenden Benzin- und Dieselpreise, durch die deutlich angehobene Pendlerpauschale. Vor allem die komplizierte und aufwändige Einführung eines Zertifikaten-Handels anstelle einer einfachen CO2-Abgabe wird, wenn überhaupt, erst in drei bis fünf Jahren erste Lenkungswirkung entfalten.

 

Alle Teilnehmer der Demonstrationen sind deshalb zu Recht sehr enttäuscht vom mutlosen Klima-Kabinett, so dass sich die meisten bereits den Termin für den nächsten großen Klimastreik, Freitag den 29. November 2019, in den Kalender geschrieben haben.

 

Montag, 23.09. (ursprünglich 26.9.) , 19.30 Uhr - Sitzungsraum von St. Andreas Münzesheim

Nächstes reguläres IEK-Treffen

Um 19.30 Uhr im Sitzungsraum der katholischen Kirchengemeinde Münzesheim,

Obere Hofstadt 18. Herzliche Einladung an alle, die Ideen für Aktionen haben und gemeinsam mit Gleichgesinnten (noch) mehr tun wollen.

Freitag, 27.09., 19 Uhr

"Rettet die Eisbären und uns selbst"

Der Förderverein des Schönborn-Gymnasiums Bruchsal lädt in die dortige Mensa ein zum Vortrag -

Vortrag von Biologin Dr. Sybille Klenzendorf, Artenschutz-Expertin beim WWF und wohnhaft in Forst.

20.-27.9.2019  Aktionswoche  #AllefürsKlima

> > > Überblick

> > > Freitag, 20.09: Weltweiter Klimastreik-Tag aller Generationen, ausgerufen von Fridays for Future - Friedrichsplatz Karlsruhe 11 Uhr

Seit Monaten schon streiken junge Menschen für echten Klimaschutz, doch die

Regierungen handeln nicht entsprechend. FridaysForFuture hat deshalb für Freitag, den 20. September, zu einem weltweiten Klimastreik aufgerufen und ausdrücklich auch die Erwachsenen aufgefordert, sich anzuschließen.

 

Auch bei uns gibt es Gelegenheit, für schnelle und wirksame Maßnahmen und für deren zügige Umsetzung auf die Straße zu gehen, z. B. hier:

Auf dem Friedrichsplatz in Karlsruhe findet ab 11 Uhr eine Kundgebung statt

(bei Interesse an einer gemeinsamen Anreise mit der S32 ab Menzingen oder S4

ab Flehingen bitte E-Mail an info@energie-kraichgau.de).

 

Auf dem Friedrichsplatz in Unteröwisheim findet um 16 Uhr eine Kundgebung statt.

Details und weitere Infos dazu gibt es unter www.parentsforfuture-ka.de/aktion

> > > Donnerstag 26.9.2019 - 19.00 Uhr - Vortrag und Diskussion mit Hans-Josef Fell

Evangelischer Oberkirchenrat Karlsruhe / Blumenstr. 1

WAHL-PRÜF-STEINE  2019

zur Gemeinderatswahl am Sonntag, 26.5.2019

erarbeitet vom NABU Bretten e.V. und dem Initiativkreis Energie Kraichgau e.V.

Der schnelle Umstieg Europas auf 100 % Erneuerbare Energie vor 2050 ist möglich

Die Energy Watch Group (EWG) hat zusammen mit der finnischen LUT University erst letzte Woche in einem Seminar in der EU Kommission in Brüssel wissenschaftlich aufgezeigt, wie sich ganz Europa vollständig mit 100% Erneuerbare Energien versorgen kann, ohne höchst gefährliche Atomkraft und ohne klimaschädliche, fossile Energien. Daher sollte die EU endlich einen Beschluss fassen, um die gesamte Energieversorgung auf 100% Erneuerbare Energien umzustellen.

Die Mitmach-Energiewende

Macht euch unabhängig

Immer noch abhängig von fossilem und klimaschädlichen Strom der Energiekonzerne und das obwohl die junge Generation für wirksamen Klimaschutz auf die Straße geht? Das muss nicht sein. Mit der Bürgerenergiewende können wir das selbst in die Hand nehmen und uns ein großes Stück weit unabhängig machen. Wie das geht, zeigt dieses Video von Prof. Volker Quaschning.

 

FridaysForFuture nahmen 4GAMECHANGERS-Award nicht an

"Wir fordern eine neue Art der Wirtschaft, der Politik und eine neue Art des Denkens."

Das 4GAMECHANGERS Festival 2019 verlieh im Rahmen einer Gala Awards an jene Initiativen, Unternehmen und Personen, die derzeit entscheidend an gesellschaftlichen Veränderungen mitwirken. Auch FridaysForFuture Wien wurde mit einem Preis ausgezeichnet, gab ihn jedoch noch auf der Bühne zurück.

Greta bringt es auf den Punkt. Die Jugend fordert unser aller Handeln ein...

Gretas Rede an die Prominenten und Gäste der noblen Preisverleihung.

Stefan Rahmstorfs Rede bei "fridays for future"

Stefan Rahmstorf ist Klimatologe und Abteilungsleiter am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Professor für Physik der Ozeane an der Universität Potsdam. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf Klimaänderungen in der Erdgeschichte und der Rolle der Ozeane im Klimageschehen.

 

https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/schueler-kaempfen-fuer-klimaschutz/

 

Nachricht an meine Enkelkinder

Ansprache aus dem All:  Der Astronaut Alexander Gerst

Die Sehnsucht nach einem Wandel ist groß und setzt Kräfte frei, mit denen sich die Menschheit neu erfinden kann. „Jeder von uns muss etwas tun“ appelliert Astronaut Alexander Gerst  in seiner populären Video-Botschaft aus der Raumstation ISS an uns alle. Mit dem Blick von Außen, wurde er von der Schönheit und Verletzlichkeit unserer Erde berührt.

Beispiellose Wärmwelle über der Arktis

Zwischen Januar und November lagen die Durchschnittstemperaturen über 0,94 Grad über dem Mittelwert der ersten elf Kalendermonate für das 20. Jahrhundert. Verstärkt wurde der Trend noch durch das ungewöhnlich starke Wetterphänomen El Niño. Auch die einzelnen Monate lieferten Rekordtemperaturen: Von Januar über Februar, März, April, Mai, Juni und Juli bis August war jeder einzelne Monat der wärmste seit Beginn der flächendeckenden Messungen 1880.

 

In Deutschland war der Trend weniger ausgeprägt: Die mittleren Temperaturen lagen in den einzelnen Monate nur leicht über den vieljährigen Mittelwerten. Lediglich der September erreichte mit einer spätsommerlichen Hitzewelle den bisherigen Rekordwert aus dem September 2006. "Die mittlere Temperaturabweichung war 2016 für Deutschland im Gegensatz zur globalen Entwicklung nicht besonders auffällig", sagte der Vizechef des Deutschen Wetterdienstes, Paul Becker. Es müsse aber an die Flutereignisse im Frühsommer erinnert werden, die einen Vorgeschmack auf die befürchtete Zunahme von Extremereignissen in einer zukünftigen wärmeren Welt bieten.

 

"Beispiellos" ist dagegen die Entwicklung in der Arktis: An mindestens fünf Messstellen wurden im November Plusgrade und damit bis zu 20 Grad mehr als sonst in dieser Jahreszeit üblich gemessen. Die langjährigen November-Temperaturen liegen bei minus 18 bis minus 19 Grad. Die Ausdehnung des Arktiseises erreichte mit 8,8 Millionen Quadratkilometern den niedrigsten Novemberwert seit 1979. Der Wert liegt rund 757.000 Quadratkilometer unter dem bisherigen November-Minimum von 2012, eine Fläche etwa von der Größe der Türkei. Die Wärme-Welle über der Arktis hält weiterhin an und beunruhigt Klimaforscher weltweit.

 

Das Deutsche Klima-Konsortium, die Vertretung der hiesigen Klimaforschungsinstitute, drängt deshalb auf strengeren Klimaschutz. Nur Maßnahmen, die zu einer deutlichen und anhaltenden Reduzierung des Anstiegs der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre führen, könnten diesen Trend stoppen oder zumindest mindern.

 

klimaretter.info/kir

Klimaschutz:  Prof. Quaschning  fordert den Energieumstieg bei Strom, Wärme und Verkehr

Eine deutliche Stimme über das, was nötig ist.

Prof. Volker Quaschning hielt einen bewegenden Vortrag auf dem 3.Bürgerenergie-Konvent. Mutig erläuterte er dem anwesenden mächtigen Staatssekretär für Energie Rainer Baake die Fehlentwicklungen der deutschen Energiepolitik und den nötigen Änderungsbedarf für eine funktionierende Energiewende.

Schauen Sie sich an, was aus Sicht von Prof. Quaschning nötig ist.