Hintergrund zu Wahlprüfstein 5:

Flächenverbrauch und Flächenversiegelung

 

Im Jahr 2017 erreichte die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Baden-Württemberg insgesamt 520 301 Hektar (ha), dies entspricht einem Anteil von 14,6 % an der Landesfläche (3,575 Millionen ha).

 

Sie nahm damit nach Feststellung des Statistischen Landesamtes gegenüber dem Vorjahr um 2 867 ha zu, dies entspricht einer Größenordnung von rund 4 100 Fußballfeldern.

 

Nach den Ergebnissen der Flächenerhebung auf der Grundlage von Auswertungen des Amtlichen Liegenschaftskatasters ergibt sich für das Jahr 2017 damit rein rechnerisch ein täglicher »Flächenverbrauch« für Siedlungs- und Verkehrsflächen von 7,9 ha.

 

Dies liegt deutlich über dem Vorjahresniveau von 3,5 ha, allerdings sind 2017 Sondereffekte zu verzeichnen (dazu Hinweise am Ende der Pressemitteilung).

 

Auch wenn in einer längerfristigen Betrachtung in BW eine abnehmende Tendenz zu sehen ist (die tägliche  Flächeninanspruchnahme 2007 lag bei 10,2 ha; der Durchschnittswert der letzten 5 Jahre bei rund 5,5 ha pro Tag), so ist der Thema nach wie vor hochaktuell - jede 'verbrauchte' Fläche geht der Natur, der Land- und der Forstwirtschaft auf Dauer verloren.  

 

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamt Baden-Württemberg vom 4. Oktober 2018     https://www.statistik-bw.de/Presse/Pressemitteilungen/2018231

 

Immer weiter fortschreitender Flächenverbrauch ist auch in Bretten ein Thema: im Zeitraum 1992 - 2008 wurden in Bretten 209,2 ha Fläche, also im Schnitt jedes Jahr 13 ha Gemeindefläche zugebaut.


Quelle:  Stadtverwaltung Bretten, zitiert aus: Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUND), Ortsgruppe Bretten, http://www.bund-bretten.de/ 

 

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