Vorträge, Bücher und Erzählungen ersetzen keine eigenen Erfahrungen.
Aus diesem Grund haben wir am vergangenen Freitag das bereits seit 2007 in Betrieb befindliche Geothermie-Kraftwerk in Landau besucht. Zu Beginn erhielten wir
eine hochinteressante, über einstündige theoretische Einführung mit vielen Hintergrundinformationen zur Erdwärmenutzung und auch den speziellen Begebenheiten hier bei uns im Oberrheingraben.
In Landau wird Wasser mit einer Temperatur von 160°C gefördert, mit dem zuerst Strom in einem Generator und anschließend noch die Restwärme für die Beheizung und Warmwasserbereitung für die
umliegenden Häuser gewonnen wird. Das abgekühlte Wasser wird dann wieder zurück in die Tiefe geleitet, so dass ein geschlossener Kreislauf entsteht. In den bereits über vier Betriebsjahren wurde
noch keine Abkühlung des geförderten Wassers gemessen.
Besonders beeindruckt waren wir alle von den tiefen Bohrungen von 3.300 Metern, wobei diese im Untergrund abgelenkt wurden, so dass die an der Erdoberfläche in 5 Meter Abstand stehenden Rohre
unten in der Tiefe dann sogar 1.200 Meter auseinander liegen. Genau diese Strecke wird genutzt, um das kühlere Wasser wieder aufheizen zu lassen.
Im Anschluss an die Theorie konnten wir dann diese interessante Technik live in Betrieb besichtigen. Herzlichen Dank an Marc Zimmer, der uns kompetent informierte und mit viel Begeisterung die
Anlage vorstellte.
Am Sonntag den 5. Juni war es soweit:
Unsere 5 Athleten starteten für unsere gemeinsame Idee:
"Energie-Wende Jetzt / 100 % Erneuerbare Energien - so schnell wie möglich!"
Initiativkreis Energie Kraichgau berichtet:
Mit 100% zum Ziel
Herzlichen Glückwunsch an unsere fünf "Finnischer" der Challenge Kraichgau. Klasse Leistung, die uns an der Strecke alle sehr beeindruckte.
Arno Haggenmüller war bereits nach 5 Stunden und 20 Minuten und Hubert Horn nach 5 Stunden und 44 Minuten über die große Challenge-Distanz am Ziel angekommen.
Über die "kurze" Distanz erreichte Klaus Westermann 2 Stunden 33 Minuten, Lars-Kristoffer Stock 2 Stunden 41 Minuten und Rüdiger Bobsin 2 Stunden 52 Minuten.
Wir freuen uns, dass keinem unserer Athleten unterwegs die Energie ausgegangen ist und dass sie mit Ihrem Start für unseren Verein das Motto "100% Erneuerbare Energien - so schnell wie
möglich!" mit viel körperlichem Einsatz unter viele Menschen gebracht haben.
Am 12.3. haben mehr als 60.000 Menschen eine 45 km lange Menschenkette gegen Atomenergie gebildet – vom AKW Neckarwestheim bis zur Villa Reitzenstein in Stuttgart.